Bundesländer
Navigation:

Vana: "EU-Projekte künftig gekoppelt an europäische Grundrechte und Gleichstellung"

Grüne Erfolge in Förderpolitik - EU-Mittel weiterhin für alle Regionen sichergestellt und Klimaschutz gestärkt

Der Ausschuss für regionale Entwicklung im Europaparlament hat heute mit großer Mehrheit die Dachverordnung der Europäischen Struktur- und Investitionsfonds angenommen. Die Dachverordnung ist eines der wichtigsten regionalpolitischen Dossiers in dieser Periode, da sie die Regeln für die EU-Förderpolitik für die Jahre 2021 bis 2027 festlegt. In Zukunft soll die Verordnung sieben EU-Fonds unter einem Dach vereinen, unter anderem auch den Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER).

Monika Vana,  Vizepräsidentin der Grünen Fraktion und Verhandlerin des Dossiers im  Ausschuss, sagt: "Wir Grüne haben es geschafft, dass EU-Projekte nur  noch dann umgesetzt werden sollen, wenn europäische Grundrechte geachtet  werden und die Gleichstellung von Frauen und Männern gewährleistet ist.  Projekte sollen in Zukunft der nachhaltigen Entwicklung von Regionen  dienen, der Klimaschutz wird enorm gestärkt. Dank unserer grünen  Initiative sollen alle finanzierten Projekte auch einen Umweltbericht  vorlegen müssen. Das hat enorme Auswirkungen für die künftige Vergabe  von Milliarden an Fördergeldern.

Wir wollen auch das  Partnerschaftsprinzip zugunsten der Regionen, Städte und  Nichtregierungsorganisationen stärken: Neben den regionalen und lokalen  Behörden sollen NGOS als vollwertige Partner anerkannt werden und  bereits in die Planung der Förderprogramme eingebunden werden. Für  Investitionen in weniger entwickelte Regionen der EU ist ein  Kofinanzierungssatz von 85% vorgesehen. Das ist mehr, als die Kommission  in ihrem Vorschlag fordert. In einer Zeit, in der in manchen Regionen  EU-Fonds die einzigen öffentlichen Investitionen sind, ist es wichtiger  denn je, eine starke Unterstützung mit EU-Fördermitteln fortzusetzen.

Weiterhin  sollen alle Regionen der EU von den EU-Fonds profitieren. Das ist  besonders wichtig für Länder wie Österreich mit vielen wirtschaftlich  starken Regionen. Leider hat eine Mehrheit bestehend aus Volkspartei,  Rechtskonservativen, Liberalen und Teilen der Sozialdemokratie  durchgesetzt, dass Regionalförderungen auch in Zukunft entzogen werden  können, wenn Mitgliedsstaaten das Haushaltsdefizit überschreiten. Es  trifft die Falschen, wenn Regionen für Fehlverhalten ihrer Regierungen  bestraft werden."

Rückfragehinweis:    Mag. Dominik Krejsa, MA    Pressesprecher Dr. Monika Vana, MEP    dominik.krejsa@gruene.at

Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/14446/aom

*** OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT ***

OTS0130    2019-01-22/13:55

Bitte spenden - wir brauchen dich!